Dünnebierhaus am Neuberinplatz

Zwickau: D?nnebierhaus

Das Dünnebierhaus am Neuberinplatz 1 wurde um 1480 unter Arno von Westfalen erbaut, da waren die Vorhangbogenfenster gerade der neuste Schrei, noch bis 1480 in Sachsen gern gezeigt. Der mit feligranen Formsteinen verzierte, schöne Staffelgiebel wurde 1980 abgetragen, dann originalgetreu neu errichtet und wurde so zu einem an dieser Stelle unerwarteten Blickfang.

Auch hier gilt:

Nie gesenkten Hauptes durchs Leben schreiten und stets von der rechten Seite kommen. Oder in Zwickau heiraten. Die links sichtbare Straße mündet unmittelbar in den Markt...
Das Dünnebierhaus wird heute als Hochzeitshaus genutzt. Es ist dem Namen nach kein(!) Ableger der ehrwürdigen Mauritius-Brauerei. Es ist aber auch nicht das so genannte Römerhaus, auch wenn die Römer-Brüder einst Besitzer dieses Hauses waren. Das Römerhaus befindet sich allerdings ganz in der Nähe, am Hauptmarkt vor dem Dom.

Die Römer machten dazumal den schnellen Euro im Silberbergbau. Martin Römer war landesherrlicher Finanzverwalter am Schneeberg, ab 1474 zudem Hauptmann von Zwickau und zugleich oberster Beamter des neuen Silberreviers. Und Bankier. Auch die Kornhäuser gingen auf die Römer zurück. Aus diesen Zeiten rührt wohl die Behauptung: Eigentum verpflichtet. Aber die heut davon reden, halten sich meist nicht daran. Übrigens ist auch der schöne Römerplatz nicht nach den Südländern sondern diesen Brüdern benannt.