Kornhäuser neben dem Schloss

Die durch Martin Römer 1480 erbauten Kornhäuser neben dem Schloss waren rückseitig in die Stadtmauer eingelassen und zugleich Wehrbauten, vorrangig aber errichtet zur besseren Versorgung der durch den Silbenbergbau entstandenen stürmisch wachsenden Städte und der Vorsorge für Zeiten der Teuerung und des Krieges.

Kornhaus am Schloss Osterstein, Zwickau

Sie waren rund 60 m lang und 20 m breit. Die Mauer waren im Erdgeschoss über 2 m stark.

Der obere Speicher neben dem ehemaligen Frauentor blieb bis ins 19. Jh. Kornhaus, diente zudem als Lager der Garnison und wurde 1895 abgebrochen.

Das untere Kornhaus mit fünfbödigem Satteldach liegt dicht am Schloss. Es ist eines der ältesten Kornhäuser des deutschsprachigen Raumes. Genutzt wurde es auch als Zeughaus für die Geschütze und Verteidigungswaffen der Stadt. 1835/36 wurde hier ein "Arbeitshaus" bzw. "Zellenhaus" eingerichtet, zu Verwaltungs- und Magazinräume der Stadt.
Um 1900 verursachten durch den Kohlebergbau ausgelöste Senkungen bauliche Schäden.